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Fallbeispiele

Kurzschlüsse anstatt einwandfreier Funktion

In einem Geschäftshaus wurde die alte Notlichtanlage ersetzt. Allerdings verursacht die neue Notlichtanlage in unregelmässigen Zeitpunkten Kurzschlüsse, welche sogar Teile der Elektronik in der Notlichtanlage zum Abschied mit einem lauten Knall motivieren und sogar einmal einen Stromausfall im gesamten Gebäude verursacht haben. Wiederholt wurden defekte Teile der Notlichtanlage ersetzt, Beleuchtungskörper ersetzt, die Lampentechnologie auf LED gewechselt, Kabel getauscht- nichts konnte die Kurzschlüsse verhindern. Ärgerlicherweise traten die Kurzschlüsse und Fehler in unregelmässigen Zeitabständen auf- schwierig, ein Muster zu erkennen. Nachdem der Eigentümer in diese Aktionen etwa 70'000 CHF investiert hatten, ohne eine Verbesserung der Situation zu erreichen, wurde Avedis aufgeboten. Die Analyse von Avedis ergab, dass bei der Installation mehrere Schaltfehler in der Verdrahtung zwischen Normal- und Notnetz entstanden sind. Als kostengünstige Lösung wurden die jeder Lampe vorgeschalteten Umschaltmodule entfernt und jede Notleuchte nur noch über das Notnetz versorgt, welches von der Zentrale gespiesen wird. Seitdem wurden keine Kurzschlüsse oder Anlagestörungen mehr festgestellt.

32 Notabschaltungen der Heizungsanlage pro Tag

Die neu erstellte Heizzentrale eines Wohn- und Geschäftshaus­komplexes wird aus dem Fernwärme-Heisswassernetz mit circa 180 °C versorgt. In der Heizzentrale wird dieses Temperaturniveau in 2 Wärmetauschern auf einen Wert von ca. 65 °C reduziert. Allerdings wurde festgestellt, dass es zu ständigen Überhitzungen der Anlage kommt, welche Notabschaltungen und somit den Totalausfall der Wärme- und Warmwasserversorgung in sämtlichen Wohn- und Geschäftsräumen zur Folge hat. Die Überhitzung des sekundären Heizungsnetzes hatte zusätzlich Dampfblasenbildung und Wasserschläge zur Folge, welche die Anlage erheblich gefährden und auch zum Versagen von Dichtungen gefolgt von unkontrolliertem Wasseraustritt führten. Seitens der Verantwortlichen wurde ein Umbau der erst wenigen Monate alten Zentrale erwogen – mit entsprechender Kostenfolge im geschätzt oberen 5-stelligen Bereich begleitet von einer mehrwöchigen Umbauphase.

Seitens Avedis wurde die Integration einer automatischen Leistungsregelung («Autothrottle») in Verbindung mit einer volldigitalen Wärmetauscherüberwachung («FADEC - full authority digital engine control») favorisiert und auch umgesetzt, welche ohne weitere physische Umbaumassnahmen innerhalb von 2 Tagen auf den bestehenden Steuerungen programmiert und zur Funktion gebracht wurde. Seitdem wurden keine weiteren Notabschaltungen oder Anlageschäden mehr bekannt.

Handwarmes Heisswasser und wenig erfreute Mieter

Eine Wohnüberbauung wird mit nachhaltig erzeugter Fernwärme auf einem (geringen) Temperaturniveau von ca. 65 °C versorgt. Seit der Erstvermietung der Wohnungen klagen die Mieter wiederholt über zu tiefe Warmwasser­temperaturen und in für den Mieter nicht nachzuvollziehenden Zeiträumen langen Wartezeiten auf das Warmwasser. Dieser Zustand konnte während mehrerer Jahre von den Verantwortlichen nicht geändert werden, obwohl sogar Umbauten und Anpassungen vorgenommen wurden. Eine Analyse von Avedis ergab bald, dass die in den Warmwasserspeichern verbaute Regelung gegen die Regelung der Fernwärme­übergabestation anarbeitet und somit die Boilerladung behindert. Die Warmwasser­speicher­regelungen wurden gemäss Regelstrategie von Avedis ohne weiteren Umbau modifiziert und nunmehr wird auch wirklich Heisswasser dem Mieter zur Verfügung gestellt.

Wie führt man 700 kW Abwärmeleistung auf einer Handvoll Quadratmeter ab?

Ein Geschäftshaus sollte bei einer Sanierung mit einer Vollklimatisierung ausgestattet werden. Dies bedingt den Einbau einer Kältemaschine, die zwangsläufig auch Abwärme produziert. Diese Abwärme muss – soweit diese nicht anderweitig genutzt werden kann – über sogenannte Rückkühler abgegeben werden. Allerdings ist auf den bestehenden Dachflächen sowohl auf Grund der Nutzung als auch auf Grund der Statik an eine Aufstellung grossflächiger (und schwerer) Rückkühler nicht zu denken. Von Seite des beauftragten HLK-Planers wurde an Avedis die Aufgabe gestellt, ob es denkbar sei, das Unmögliche doch möglich werden zu lassen – der Bauherr wünsche sich dies so. Avedis hat daraufhin den Einsatz eines kompakten sogenannten Nasskühlturmes vorgeschlagen und gleich noch ein mögliches Produkt evaluiert, welches die gegebenen Anforderungen erfüllt. Bei einem Nasskühlturm wird die Abwärme über Direktverdunstung des Wassers effizient abgeführt. Die Direktverdunstung stellt noch spezielle Anforderungen an die Wasserqualität und an das Temperaturniveau sowohl des Abwärmekreises als auch an das Speisewasser. Diesen Anforderungen trug Avedis auch Rechnung – durch den Einsatz eines Mischvorwärmers in Kombination mit einer Verbundmischpumpe. Beide letztgenannten Komponenten haben sich über Jahrzehnte bei Dampflokomotiven im Betriebseinsatz zuverlässig bewährt und wurden deshalb – auch wenn in der Gebäudetechnik nicht bekannt – eingesetzt.

Eine Kältemaschine taktet sich zu Tode

In einem Geschäftshauskomplex, welcher in absehbarer Zeit saniert wird, befindet sich eine Kältemaschine zur Bereitstellung von Klimakälte. In einem Sommer ist die Kältemaschine mit einem Totalschaden (Kolbenklemmer) des Kompressors ausgefallen. Festgestellt wurde auch Metallabrieb im Kältekreis. Der Kompressor war nur wenige Jahre alt und hätte eigentlich noch ein längeres Leben vor sich gehabt. Nur: Was war der Grund für den hohen Materialverschleiss und den resultierenden Kompressorschaden? Der Eigentümer möchte natürlich nicht die Kälteerzeugung in Stand stellen lassen, nur damit diese gleich wieder defekt ist. Fragen über Fragen…

Eine Analyse von Avedis ergab, dass die Kältemaschine 2-stufig ausgeführt ist und somit eine Mindestabnahme an Kälte benötigt, damit diese nicht sich aus- und anschliessend wieder einschaltet. Im Hinblick auf die anstehende Sanierung des Gebäudes macht eine umfangreiche Investition in die alte Maschine wenig Sinn. Deshalb hat Avedis mit der Instandstellung der Kältemaschine eine Temperatur-Sekundärregelung auf der Abnahmeseite (Bezügerseite) eingeführt und auf der bestehenden Gebäudeautomation programmiert, sodass während dem tatsächlichen Bedarf an Klimakälte diese Mindestabnahme konstant erreicht wird. Nun schaltet sich an einem (Früh-)Sommertag die Kältemaschine am Morgen einmal ein und am Abend einmal aus. Als kleines Feature wird nun die Kältemaschine während der Nachtstunden und ausserhalb des Sommers gesperrt, um sowohl zur Nachhaltigkeit etwas beizutragen als auch gleichzeitig dem Nutzer Kosten zu reduzieren.

Müssen wir wirklich in den Umbau 100’000 Schweizer Franken investieren?

Ein Geschäftshaus wird zur Zeit mit Fernwärme vom örtlichen Versorger mit ca. 150 °C mit Heizwärme versorgt. Der Fernwärmeversorger reduziert das Temperaturniveau nun auf ca. 100 °C. Über die Ausführung der Übergabestation (vor allem der Wärmtauscher) war – da es sich um ein ausländisches Produkt handelt – nichts in Erfahrung zu bringen. Von Seiten der Verantwortlichen wurde allein deshalb ein Umbau der im Gebäude bestehenden Fernwärme­übergabestation als «unumgänglich» bezeichnet – mit einer geschätzten Kostenfolge von ca. 100'000 CHF. Avedis hat die Materialisierung der verbauten Wärmetauscher aufgenommen und konnte mittels «Reverse engineering» die Leistungsdaten der Fernwärme­übergabestation auch mit dem reduziertem Temperaturniveau des Fernwärme­lieferanten berechnen. Bestimmungen der Lastganglinien aus den vom Gebäudeleitsystem kontinuierlich aufgezeichneten Daten ergaben, dass die bestehende Übergabestation für die Beheizung immer noch ausreichend ist. Somit konnte der ursprünglich budgetierte Betrag für anderes eingesetzt werden.